Warum wurde alles ignoriert?
Veröffentlicht von NBK - TEAM in Bauen in Kelmis · Mittwoch 27 Aug 2025 · 3:00
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PRESSEMITTEILUNG
Zum GE-Bericht „Betreutes Wohnen“ vom Samstag, dem 23.08.25
Warum wurde alles ignoriert?
Niemand kann von sich behaupten, die absolute Weisheit zu vermitteln, jedoch sollte in der Politik bei Millionenprojekten, die den Steuerzahlern offensichtlich stark zur Kasse bitten werden, zumindest ein tiefgreifender Austausch mit allen Fraktionen geführt werden. Kontinuierlich weist die NBK auf die Unfinanzierbarkeit dieses Projektes hin und versucht nun als Gemeinderatsfraktion ständig, die Fakten vorzutragen, welche schlichtweg ignoriert werden.
Diese Fakten lassen sich einfach beschreiben. Eine erste Berechnung der Architekten belief sich auf Gesamtkosten ohne MwSt. auf 7,5 Millionen €, die letzten Zahlen bewegen sich inzwischen bei 21. Millionen € inklusive MwSt. und werden nach einem Jahr wohl weiter gestiegen sein. Eine kostendeckende Vermietung an betagte Menschen dürfte 2.000 Euro monatlich weit übersteigen. Ohne Verpflegung, Reinigung sowie ärztliche Versorgung und Pflege, versteht sich. „Die bekommen lediglich eine Klingel“, erklärte ein Verantwortlicher. Eine Vereinbarung mit KATHLEOS ein sog. „Memorandum of Understanding“ vom 21.02.2022, verpflichtet die Gemeinde Kelmis, alleine die Verluste zu tragen. Eine Verbesserung der Finanzierbarkeit kann nur durch die weitere Intervention der DG eintreten, was allerdings bislang nicht deutlich wird.
Es ist nicht nachvollziehbar, dass die aufgeführten Gründe für die Verschiebung der NBK seit langem bekannt sind und erst jetzt gegen einen hohen Kostenaufwand reagiert wird. Die Straßenverwaltung der Nationalstraße 3 hatte bereits am 14. August 2024 ein negatives Gutachten für die Ausfahrt zu Lütticher Straße erteilt und die Nutzung der Tiefgaragen über die Gemeindestraßen als Bedingung auferlegt. Eine vorgeschriebene Bestandaufnahme des Zustandes der Nachbarsgebäuden wurde unserseits angefragt, wo nur eine handgeschriebene Notiz vorgelegt wurde.
Dass kein konkretes Fundament in den Plänen eingetragen wurde, kann jeder der im Baufach tätig ist ersehen, was auf eine Ungewissheit der Bodenverhältnisse zurückzuführen ist. Dies sind nur einige der Mängel die seit langem bekannt waren. Es stellt sich die Frage, ob ein Architekt, der es versäumt hat, die Bebaubarkeit mit allen Konsequenzen zu prüfen, nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann. Wenig nachvollziehbar ist allerdings auch die Erteilung einer Baugenehmigung unter diesen Umständen durch die zuständigen Dienste der DG.
Seit über zwei Jahre schlägt die NBK vor, auf den Standort am Kirchplatz und auf die Ladenlokale zu verzichten, die Immobilien, die von der Gemeinde überteuert erworben wurden an die „Soziale Immobilienagentur“ zu übertragen und das Projekt auf dem Gelände vom Seniorenheim LEONI ohne Ladenlokale zu errichten. Die Nutzung der Gesamtinfrastruktur würde sich als positiv erweisen. Es sollte doch nicht menschenunmöglich sein mit dem Auftragnehmer über diese Alternative zu verhandeln.
Dieser Vorschlag wird bislang schlichtweg ignoriert!
Die Ladenlokale werden nach der fehlenden Innenausstattung schätzungsweise 4,5 Millionen € kosten, die nur mit einem Mietpreis von 35 € pro Quadratmeter abzudecken sind. Ein Gutachten des Gewerbevereins über Leerstand erübrigt sich, denn tausende Kelmiser Augen dürfte dies nicht entgangen sein. „Das Ding ist gebacken und kann nicht mehr weg“, war der Tenor eines SP-Gemeinderatsmitglieds, was Bürgermeister Hilligsmann nicht widersprach. Im Grenzecho-Bericht klang dies nach wenigen Tagen schon etwas anders, da der Bürgermeister bei Wegfall der erforderlichen Unterstützung der DG nicht mehr über eine Verschiebung, sondern über die Durchführbarkeit redet.
Louis Goebbels
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